Kraftstoffpreise erneut auf Höhenflug

Ölpreise im September zeitweise auf Zweijahreshoch

Grafik: clever-tanken.de

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NÜRNBERG. – Laut Verbraucherportal clever-tanken.de bleibt der Zwischenstopp an der Tankstelle für deutsche Autofahrer weiterhin teuer. Nachdem die Preise für Benzin und Diesel bereits im August angezogen hatten, verteuerten sich beide Kraftstoffsorten im September erneut. Danach kostete der Liter Super E10 im Schnitt 1,3361 Euro – und damit gut drei Cent mehr als im August. Mit 1,1392 Euro kostete der Liter Diesel im September rund zwei Cent mehr als im Vormonat.

„Hurrikans in den USA, Maßnahmen zur Förderkürzung der Opec und weiterer Ölförder-Staaten, ein gefestigter US-Dollar: Aktuell zahlen verschiedene weltweite Gegebenheiten auf den Ölpreis ein, der im September zeitweise so hoch wie seit zwei Jahren nicht gewesen ist. Das wirkt sich an den Zapfsäulen aus“, sagt Steffen Bock, Geschäftsführer von clever-tanken.de.

Im September waren die Preise für Diesel Woche für Woche gestiegen. Die Preise für Super E10 waren hingegen ab der dritten Monatswoche leicht gefallen. Nicht zuletzt durch den Herbstbeginn und damit den zusätzlich startenden Heizölkäufen nähern sich die Preise beider Kraftstoffsorten seit einigen Wochen an. So lag die Preisschere zwischen Benzin und Diesel im September bei 19,69 Cent. Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer im September rund 320,67 Euro und damit etwa 6,20 Euro mehr als im August. Dieselfahrer zahlten für die gleiche Menge Kraftstoff rund 273,41 Euro. Das waren 5,96 Euro mehr als im Vormonat.

Steffen Bock: „Seit Juni steigen die Rohölpreise. Das wird sich auch in den kommenden Monaten kaum ändern. Nicht zuletzt weil die Nachfrage mit der beginnenden Heizsaison steigen wird.“ Bock rät Autofahrern daher, regelmäßig die Preise an den Zapfsäulen zu vergleichen. Zudem sollten Kraftfahrer beachten, dass es mittlerweile mehrere Preisspitzen über den Tag verteilt gibt. Neben Preissteigerungen frühmorgens und nachts ziehen Tankstellen vielerorts seit längerem auch am Mittag und am frühen Abend an, also zu Pausen- und Pendlerzeiten. Zum Vergleich sollten Autofahrer nach den Worten des Experten Apps, Navigationsgeräte oder das Internet nutzen und dabei die Tankstellen an der geplanten Fahrtroute einbeziehen, um spritfressende Umwege zu vermeiden.